3 Ideen aus dem Almanach von Naval Ravikant für ein glückliches und reiches Leben

Wer strebt nicht danach, glücklich zu sein? Und Reichtum? Auch das spielt beim Thema Glück eine Rolle. Wie man beides erreichen kann, darüber philosophiert der US-amerikanische Unternehmer und Investor Naval Ravikant in seinem Buch: „Der Almanach von Naval Ravikant: Ein Leitfaden auf dem Weg zu Reichtum und Glücklichsein“. Ein paar seiner Ideen möchte ich als Anregung im folgenden Beitrag aufgreifen.

„Glück, Liebe und Leidenschaft sind nicht etwas, das Sie finden – es sind Entscheidungen, die Sie treffen.“

Ravikant, Almanach, 139

1. Wohlstand kreieren

In dem Kapitel „Wohlstand aufbauen“ schildert der Autor, dass die Gesamtheit der eigenen Fähigkeiten darüber entscheidet, ob jemand Wohlstand aufbaut. Er verweist darauf, dass harte Arbeit allein nicht ausreicht und auch nicht zwingend notwendig ist, sondern das Verstehen steht im Vordergrund. Um reich zu werden, muss man wissen, was dafür zu tun ist, mit wem und wann. Beim Wohlstandaufbau gibt es keine Abkürzungen. Es ist ein langfristiges Ziel, das viel Einsatz erfordert und Jahrzehnte dauern kann. Dabei sind Wohlstand und Geld nicht dasselbe. Hier gilt die Differenz:

„Geld ist ein Mittel, um Wohlstand zu übertragen. Geld ist gesellschaftliches Guthaben. […] Wohlstand sind Vermögenswerte, die Geld verdienen, während Sie schlafen.“

Ravikant, Almanach, 37 f.

Nach dem Verständnis von Ravikant besteht Wohlstand vor allem aus Unternehmens- und Vermögenswerten, für die die Gesellschaft bezahlt. Hier produziert der Unternehmer Dinge, die andere haben wollen. Dabei wünscht sich die Gesellschaft stets etwas Neues. Und wer wohlhabend sein möchte, sollte zuerst herausfinden, was das ist, und im nächsten Schritt das Ganze skalieren. Hier empfiehlt der Autor, der Beste zu werden, in dem, was man tut, und die eigene Tätigkeit so lange immer neu zu definieren, bis ein hohes Maß an spezifischem Wissen aufgebaut wurde.

„Niemand kann besser darin sein, Sie zu sein, als Sie selbst.“

Ravikant, Almanach, 41

Das Technologiezeitalter hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Ravikant stellt fest: „Die wichtigste Fähigkeit zum Reichwerden ist, ein ewig Lernender zu werden. Sie müssen wissen, wie Sie all das lernen können, was Sie lernen wollen.(45)“ Wieso ist das wichtig? Weil – so der Autor – das alte Modell des Geldverdienens ausgedient hat (zur Uni gehen, Abschluss machen, 30 Jahre angestellt arbeiten). 

„Die besten Jobs sind weder fest geregelt noch erfordern sie ein Diplom. Sie sind der kreative Ausdruck lebenslangen Lernens auf freien Märkten.“

Ravikant, Almanach, 45

Ein weiterer Faktor, der nötig ist, um reich zu werden, ist die Hebelung. Eine Hebelwirkung „gibt es in Form von Personal, Kapital, Software-Code und Medien. (51)“ Um eine solche Hebelung zu bekommen, ist es notwendig glaubwürdig zu sein und Verantwortungsbereitschaft zu zeigen. Wer dahingegen seine Lebenszeit verkauft, wird laut Ravikant nie reich werden.

„Wochen mit 40 Arbeitsstunden sind ein Relikt des Industriezeitalters. Wissensarbeiter funktionieren wie Sportler – trainieren und sprinten, dann ausruhen und neu überlegen.“

Ravikant, Almanach, 63

2. Glück trainieren

Laut Ravikant gibt es vier Arten von Glück: 

„Die erste ist blindes Glück, weil irgendetwas passiert, auf das man keinen Einfluss hat. Dazu zählen Zufall, Schicksal und so weiter. Zweitens gibt es Glück durch Ausdauer, harte Arbeit, Anstrengung und Aktivität. […] Drittens kann man sehr gut darin werden, Glück zu erkennen. […] Sie haben also eine Art Sensor für Glück. Die vierte Kategorie des Glücks ist die merkwürdigste und schwierigste: Sie entwickeln einen einzigartigen Charakter, eine einzigartige Marke, eine einzigartige Mentalität, die dafür sorgen, dass das Glück Sie findet.“

Ravikant, Almanach, 87

Zusammengefasst hängt Glück von der eigenen Einstellung sowie vom eigenen Handeln ab. Auf dem Weg zum Glück ist genauso wie auf dem Weg zum Wohlstand Geduld vonnöten. In diesem Kontext bedeutet Geld zu verdienen, Geldprobleme zu lösen. Geld befreit nach Ravikant von einer Reihe von Faktoren, die dem eigenen Glück im Weg stehen könnten, aber es wird einen nicht glücklich machen.

„Mit Geld können Sie sich Freiheiten der materiellen Welt kaufen. Es wird Sie nicht glücklich machen, nicht Ihre gesundheitlichen Probleme lösen und Ihre Familie nicht perfekt machen. Es macht Sie nicht fit und auch nicht ruhig. Aber es löst eine Menge externe Probleme.“

Ravikant, Almanach, 94

Wer ein glückliches Leben führen möchte, der steht vor der Aufgabe zu lernen, wie man glücklich ist. Auch stellt sich Glück ein, wenn man eigenen Sinn im Leben findet und jegliche Schwierigkeiten auf dem Weg dorthin meistert. Wenn man nicht mehr das Gefühl hat, dass einem im Leben etwas fehlt (134), kommt Glück fast von selbst. Hier geht es nach Ravikant darum, das Leben so zu akzeptieren, wie es gerade ist und nicht wie es sein sollte. Auch hält er Glück für eine Fähigkeit, die sich wie eine gute Gewohnheit trainieren lässt.

„Die grundlegende Illusion: Es gibt da draußen etwas, das mich für immer glücklich machen und erfüllen wird.“

Ravikant, Almanach, 94

3. Urteilsvermögen bilden

Ein weiterer wichtiger Faktor auf dem Weg zu Reichtum und Glück ist das eigene Urteilsvermögen. Nach der Definition des Autors bedeutet Urteilsvermögen, „externe Probleme mit Weisheit anzugehen (98)“. Weisheit bedeutet in diesem Zusammenhang die Fähigkeit, langfristige Folgen des eigenen Handelns zu erkennen und entsprechende Entscheidungen zu treffen, um davon zu profitieren. 

Um effektive Entscheidungen treffen zu können, ist es notwendig, auf die richtige Weise mit der Realität umzugehen. Das bedeutet, die Realität so zu sehen, wie sie ist, und nicht, wie wir sie haben wollen. Woran erkennen wir die Wahrheit? Laut Ravikant zeigt sie sich oft im Moment des Leidens. Wer sich die Realität anders wünscht, als sie ist, erlebt eine Kollision zwischen Wunsch und Wirklichkeit und das löst Schmerz aus. Wer aber vorankommen möchte, muss „bei der Wahrheit anfangen (101)“ und sein Ego beiseiteschieben. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, benötigt man freie Zeit. Ein gutes Urteilsvermögen kann sich nur entwickeln, wenn man sich auch genügend Zeit zum Nachdenken nimmt. Große Ideen entstehen nicht im Stress oder in Eile, sondern in Momenten der Langeweile.

„Ein Contrarian ist nicht jemand, der immer widerspricht – das ist nur eine andere Art von Konformist. Ein Contrarian denkt von Grund auf und unabhängig nach und widersteht dem Druck zur Konformität.“

Ravikant, Almanach, 103

4. Fazit

In seinem Buch „Der Almanach von Naval Ravikant: Ein Leitfaden auf dem Weg zu Reichtum und Glücklichsein“ teilt der Autor seine Lebenserfahrungen aus der Perspektive eines Mannes, der mit seinen Eltern aus Indien in die USA eingewandert ist und in Armut aufwuchs, was ihn jedoch nicht davon abhielt, in die Technologiebranche zu gehen und ein erfolgreicher Unternehmer und Investor zu werden. Er formuliert seine Lebenserfahrung in Form von zeitlosen Prinzipien, die als Inspiration gedacht sind. 

Für mich ist der Almanach ein Buch, das nicht bloß einmal gelesen werden kann, weil es tatsächlich einige grundlegende Lebensweisheiten enthält, die in jeder Phase des Lebens zum Nachdenken anregen und sich als hilfreich erweisen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert