Neues Jahr, neue Ziele? Ist es nicht wunderbar, dass 2023 zu Ende geht und 2024 bald anbricht? Ein neues Jahr, in dem wir noch nicht wissen, was uns erwartet und welche Überraschungen auf uns zukommen. Ein neues Jahr ist wie ein unbeschriebenes Blatt. Eine Geschichte, die noch nicht erzählt wurde und an der Du mitschreiben kannst. Ich hoffe für uns alle, dass es mehr positive als negative Überraschungen geben wird.
Der Jahreswechsel ist ein guter Zeitpunkt, um etwas Neues zu beginnen. Ich spreche hier nicht von Vorsätzen, denn diese verfallen bekanntermaßen schon nach ein paar Wochen oder Monaten. Nein, ich spreche hier von grundsätzlichen Entscheidungen, die Dein Leben positiv beeinflussen. Eine davon ist sicherlich das richtige Sparverhalten. Wer spart, sorgt vor. Doch Sparen allein ist erst der erste Schritt. Das gesparte Geld soll schließlich für Dich arbeiten und das geht am besten, wenn Du es investierst. Also worauf noch warten, starte einfach jetzt!
„Investieren Sie niemals in ein Geschäft, das Sie nicht verstehen.“
Warren Buffett
1. Der Status quo
Bevor es ans Investieren geht, gilt es herauszufinden, wie Dein aktueller finanzieller Status aussieht. Konkret geht es um die Geldeingänge und -Ausgänge. Ob als Angestellter, Freiberufler oder selbstständiger Unternehmer, jeder von uns hat finanzielle Verpflichtungen und variable Kosten. Unter regelmäßige Verpflichtungen fallen Dinge wie Miete oder Kreditrate fürs Wohneigentum, ÖPNV-Ticket oder Kfz-Versicherung, Benzinkosten, Heiz- und Stromkosten, Telefon, DSL usw. Es geht um monatliche Ausgaben, die einen festen Betrag ausmachen und von Deinem Konto abgebucht werden.
Variable Kosten umfassen Ausgaben wie Lebensmittel, Restaurant- und Kinobesuche, Reisen, Elektronik, Ausgaben für Hobbys usw. Die meisten Menschen kennen ihre Zahlen, wenn es um regelmäßige Ausgaben geht, aber nicht die variablen. Deshalb ist es wichtig, sich einen Überblick zu verschaffen. Das geht am besten mit einem Haushaltsbuch, einer Excel Tabelle oder einer App. Ein Zeitraum von drei Monaten dürfte ausreichen, um sich einen ersten Einblick zu verschaffen.
Jetzt fragst Du Dich vielleicht, warum soll ich das machen? Ganz einfach. Auf diese Weise erkennst Du Ausgaben, die womöglich unnötig sind und steigerst Dein Sparpotenzial. Je höher die Sparquote, desto mehr Kapital hast Du zur Verfügung, um zu investieren. Oft geben wir Geld für Dinge aus, die uns gar nicht glücklich machen oder wir kaufen etwas aus Gewohnheit. Ein Überblick über die aktuelle finanzielle Situation hilft das zu erkennen.
2. Sparquote festlegen und aufteilen
Du hast Dir einen ersten Überblick verschafft über Deine Finanzen? Ich gratuliere! Dann geht es zum nächsten Schritt: Sparquote festlegen. An dieser Stelle entscheidest Du, wie viel Geld Du jeden Monat sparen kannst, ohne auf Deinen Lebensstandard zu verzichten. Hier heißt es, bezahle Dich selbst zuerst. Das bedeutet, sobald Dein Gehalt, Lohn oder Honorar auf Deinem Konto eingeht, überweist Du eine festgelegte Sparquote auf weitere Konten und lebst von dem, was übrigbleibt. Steigen Deine Einnahmen, erhöhst Du einfach parallel die Sparquote.
Am Anfang reicht das 2- oder 3-Kontenmodell. Auf diese Weise trennst Du Deine Ausgaben fürs Sparen, für den Konsum oder andere Zwecke voneinander.
Bei einem 2-Kontenmodell gibt es ein Sparkonto und ein Konsumskonto. Von dem Konsumskonto gehen Ausgaben wie Miete, Lebensmittel und weitere Ausgaben ab. Das Sparkonto nutzt Du, wie der Name schon sagt, zum Sparen. Dieses Konto kannst Du weiter unterteilen in die Kategorien Rücklagen und Investieren.
Für kurzfristige Rücklagen eröffnest Du am besten ein kostenloses Zweitkonto bei einer anderen Bank oder Deiner Hausbank und nutzt dieses als Referenzkonto für ein Depot. Um an der Börse zu investieren, brauchst Du nämlich ein Depot. Was das ist, habe ich an einer anderen Stelle bereits erörtert. Mittlerweile gibt es viele kostengünstige oder kostenlose Anbieter. Vergleichen lohnt sich.
Auf dem Konto für Rücklagen – das kann gerne auch ein Tagesgeldkonto sein – bildest Du monatliche Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben. Dieses Konto sollte kurzfristig verfügbar sein und Dir die Möglichkeit geben, unvorhergesehene Ausgaben zu bezahlen. Das Depot ist hingegen dafür da, langfristig ein Vermögen aufzubauen. Sind die Konten eingerichtet, legst Du einfach Deine Sparquote fest und richtest einen Dauerauftrag ein. Auf diese Weise fließt das Geld ganz automatisch auf Dein Sparkonto und Wertpapierdepot.
Bei einem 3-Kontenmodell eröffnest Du noch ein zusätzliches Konto für Spaßausgaben. Auch hierfür legst Du eine feste Sparquote fest und zahlst monatlich Geld ein. Das kann auch ein Urlaubskonto sein. Für mittelfristige Ziele eignet sich zusätzlich auch ein Festgeldkonto.
„Ein Investor muss wenige Dinge richtig machen, wenn er große Fehler vermeiden will. Es ist nicht notwendig, etwas Außergewöhnliches zu tun, um hervorragende Ergebnisse zu erzielen.“ Warren Buffett
3. In finanzielle Bildung investieren
Zu Beginn vermag die Börse einem wie eine unbekannte Welt erscheinen. Viele Fachbegriffe, Finanzprodukte und Anlagemöglichkeiten. Hier gilt: Wissen ist Trumpf. Wir leben heute im Informationszeitalter, sodass viele Informationen kostenlos im Internet zur Verfügung stehen. Natürlich gibt es auch hier seriöse und unseriöse Quellen. Für die Basics gibt es jedoch mittlerweile einige gute Kanäle wie Finanzfluss oder Finanztip. Es gibt auch viele Bücher für Einsteiger und den ein oder anderen Podcast, auch für Frauen. Teure Coachings oder Kurse sind nicht nötig. Besser wird das Geld im eigenen Depot investiert.
Auf dem Weg zum Investor führt kein Weg an finanzieller Bildung vorbei. Wer weiß, was er tut, macht weniger Fehler. Die Börse ist nicht so kompliziert, wie sie gerne dargestellt wird. Ein paar Stunden pro Woche reichen für den Anfang bereits aus, um sich erste fundamentale Kenntnisse anzueignen. Ich empfehle diesen Schritt noch vor der Eröffnung eines Depots, um anschließend auch die passenden Anlagemöglichkeiten zu wählen.
4. Fazit
Das Jahr 2024 steht bevor. Ich wünsche allen, die auf diesem Blog vorbeischauen, ein frohes neues Jahr! Wenn Du noch nicht investiert bist und 2024 Deine Finanzen selbst in die Hand nehmen möchtest, dann fang einfach an. Mit der Zeit wird es leichter und Du wirst merken, je mehr Du Dich informierst, desto einfacher und schneller geht es voran. Es ist auch egal, wie hoch Deine Sparquote anfangs ist. Es lohnt sich, auch mit kleinen Beträgen zu investieren, denn auf diese Weise sammelst Du wertvolle Erfahrungen und baust Dir erste Rücklagen auf.




Stimmt! Jetzt ist immer der beste Zeitpunkt um sein Leben positiv zu ändern!