Invest 2024: Im Gespräch mit den Finfluencern

Am 26. und 27. April fand in Stuttgart die Finanzmesse Invest statt. Ich war bereits zum dritten Mal dabei und habe einige Finanzblogger in der Bloggerlounge der Börse Stuttgart angetroffen. Wie auch in den letzten Jahren kam es zu vielen spannenden Gesprächen. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass die von der Börse Stuttgart eingeladenen Finanzblogger mit unterschiedlichen Schwerpunkten dazu beitragen, die Finanzbildung in Deutschland voranzutreiben und die eigenen Follower dazu anregen, die Verantwortung für Finanzen selbst in die Hand zu nehmen. In der Szene der Finfluencer gibt es sicherlich das ein oder andere schwarze Schaf und wer denjenigen folgt, die ständig davon reden, wie man schnell reich wird, der wird mit großer Wahrscheinlichkeit eher schnell arm. Wer sich allerdings seriöse Kanäle aussucht, kann viel lernen.

1. Tim Schäfer von Tim Schäfer Media

Tim Schäfer ist Finanzjournalist aus New York und gehört zu den ersten Bloggern, mit denen ich sowohl als Leserin seines Blogs als auch persönlich auf der Invest 2022 und anschließend bei einem Besuch in New York in Kontakt kam. 

Als ich 2019 angefangen habe, mich mit dem Thema Börse zu beschäftigen, bin ich unter anderem auf seinen Blog gestoßen. Dieser hat mir insbesondere dabei geholfen, die Corona-Krise 2020 entspannt auszusitzen und antizyklisch vorzugehen. Ich erinnere mich noch sehr genau, wie ich im Februar 2020 im Urlaub all seine Artikel seit 2011 durchgegangen bin und dabei drei Quintessenzen für mich herausarbeiten konnte, die ich auch Dir gerne mitgeben möchte:

  1. Nimm Deine Finanzen und Deine Altersvorsorge selbst in die Hand.
  2. Investiere an der Börse stets langfristig mit einer Buy-and-Hold-Strategie.
  3. Kaufe antizyklisch Aktien, da Kurskorrekturen an der Börse stets gute Gelegenheiten bieten, um gute Unternehmen zu einem günstigen Preis zu erwerben.
Natürlich gibt es noch viel mehr auf dem Blog von Tim zu entdecken, doch ich finde gerade diese drei Learnings sind für einen Privatinvestor, der langfristig denkt, von großer Bedeutung. 

2. Luis Pazos von Nur bares ist Wahres!

Auch Luis Pazos begleitet mich auf meinem Weg als Privatinvestorin seit einigen Jahren. Mit seinem Blog Warum Bares? — Nur Bares ist Wahres! liefert er seit 2017 erstklassigen Content und viele spannende und wichtige Informationen für alle, die langfristig auf eine Dividendenstrategie setzen.  Als Autor hat er verschiedene Anlageklassen über die Jahre in Büchern und vielen Artikeln dargestellt und ausführlich erläutert. Auch schreibt er zu verschiedenen anderen Themen außerhalb des Finanzbereichs. Schließlich hat Luis im Nebenfach Theologie studiert und damit ergibt sich noch eine Gemeinsamkeit. 

Sein Fokus liegt vor allem auf Hochdividendenwerten. In seinem Podcast geht er regelmäßig darauf ein und hat auch oft spannende Gäste dabei. Die wichtigsten Learnings, die ich von Luis habe und Dir mit auf den Weg geben möchte, sind auch in seinem Blog nachzulesen. Dort behauptet er, dass im Grunde jeder ein Zweiteinkommen mit Hochdividendenwerten in Form eines passiven Einkommens innerhalb von etwa zwanzig Jahren aufbauen kann. Ein Privatanleger sollte dabei vor allem Folgendes machen:

  1. Einkommen generieren
  2. Ausgaben budgetieren und
  3. die Differenz investieren
Letzteres natürlich in renditestarke Anlagen. 😉 Aus eigener Erfahrung kann ich dazu nur sagen: es funktioniert!

3. Fazit

Die Liste der Gespräche ließe sich noch weiter fortsetzen, doch möchte ich es bei den zwei genannten Mitgliedern der Finanzblogszene belassen. Diese stehen nämlich exemplarisch für den wichtigen Beitrag, den sie und andere leisten. Also vielen Dank!

Da wir heute im digitalen Zeitalter leben, ist es viel einfacher an Informationen zu kommen, als das noch vor 20 Jahren der Fall war. Es ist dabei allerdings wichtig, diese Informationen selektiv zu konsumieren, da sich ansonsten FOMO (Fear Of Missing Out) einstellen kann. Auch ist es viel einfacher (dauert nach meiner persönlichen Erfahrung 10 Minuten) ein Depot zu eröffnen und einen Sparplan auf einen ETF und/oder auf ein paar solide Einzelaktien einzurichten. 

Das Wichtigste ist jedoch, sich selbst zu überlegen, ob man die eigenen Finanzen selbstverantwortlich regelt oder diese dem Staat/dem Bankberater/dem Partner/den Eltern/oder wem auch immer überlässt. Denn die eigenen (finanziellen) Bedürfnisse und Wünsche kennt niemand anderes besser als man selbst.

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