Du hast Dir das Ziel gesetzt, Wohlstand aufzubauen? Du investierst bereits an der Börse und suchst nach Unternehmen, die langfristig Gewinne bringen? Du hast Dich bereits mit den großen Investoren wie Warren Buffett, Benjamin Graham oder Irving Kahn beschäftigt und ihren Strategien? Das hat der Autor und Journalist William Green auch getan und in seinem Werk „Über die Kunst reicher, weiser und glücklicher zu sein. Wie die besten Investoren der Welt an der Börse und privat erfolgreich sind“ zusammengefasst. Ein paar einfache Lehren zum Thema Investieren möchte ich Dir in diesem Beitrag vorstellen.
„Meiner Erkenntnis nach ist es hilfreich, das Geldanlegen und das Leben als Spiele anzusehen, bei denen man bewusst und systematisch seine Erfolgsaussichten maximieren muss. Die Regeln sind nicht genau greifbar und das Ergebnis ist unsicher. Aber es gibt gute und schlechte Arten, diese Spiele zu spielen.“
William Green, Über die Kunst, 13
1. Die optimale Strategie
Diese Lehre ist wirklich einfach: Eine optimale Strategie existiert nicht. Stattdessen benötigt jeder Investor eine vernünftige Strategie. Ihre Aufgabe ist es, so strukturiert zu sein, dass Du als Investor Deine finanziellen Ziele erreichen kannst. Diese Lehre zielt darauf ab, jeden Anleger vor Perfektionismus zu schützen. Wer nach dem perfekten Plan Ausschau hält und immer wieder die Strategie ändert, zerstört nach und nach alles, was er sich vorher aufgebaut hat. Deshalb lautet die Empfehlung, besser ein guter Plan als ein perfekter Plan.
2. Einfach und logisch
Die zweite Lehre lautet: Deine Strategie sollte möglichst einfach und logisch sein. Wer in seinem Inneren von der eigenen Strategie überzeugt ist und diese auch an die eigenen Fähigkeiten anpasst, schützt sich vor Verlusten und erhöht seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Schwankungen und Belastungen. Dabei empfiehlt William Green die Gründe, warum man gerade auf diese Strategie setzt, aufzuschreiben.
„Man kann sich das als ein finanzielles Grundsatzprogramm oder einen finanziellen Verhaltenskodex vorstellen. In schlechten und belastenden Zeiten kann man sich dieses Dokument wieder durchlesen, so sein Gleichgewicht und seine Orientierung zurückzugewinnen.“ William Green, Über die Kunst, 175
3. Den Markt schlagen
Die dritte Lehre lautet: Frage Dich, ob Du wirklich die Fähigkeit und den Charakter besitzt, um den Markt zu schlagen. Die erfolgreichsten Investoren unserer Zeit verfügen über ungewöhnliche Kombinationen von Fähigkeiten. Diese ermöglichen ihnen die Abwägung von Risiken sowie stichhaltige Analysen. Wer die Fähigkeit besitzt, Unternehmen zu bewerten, ist klar im Vorteil. Und wer nicht, der setzt beim Investieren besser auf das Prinzip Einfachheit.
4. Auf einen Indexfonds setzen
Bei der vierten Lehre geht Green darauf ein, dass es auch möglich ist, ein wohlhabender und erfolgreicher Investor zu werden, wenn man den Markt nicht outperformt. Schon viele aktive Fondmanager haben versucht, Indexfonds zu schlagen und sind gescheitert. Es spricht also nichts dagegen, auf einen breitgestreuten Indexfonds zu setzen und in diesen regelmäßig zu investieren. Eine solche Entscheidung erspart einem viel Stress. Denn Markettiming oder die Suche nach der nächsten angesagten Aktie stiften viel Unruhe und sorgen für schlaflose Nächte.
„Es ist eine einfache Strategie. Sie basiert auf breiter Diversifizierung, einem vernünftigen Verhältnis zwischen Chance und Risiko, steuerlicher Vorteilhaftigkeit, außergewöhnlich niedrigen Kosten und einem langen Zeithorizont.“ William Green, Über die Kunst, 176
5. Fazit
Beim langfristigen Investieren geht es um Einfachheit. Einfachheit im Hinblick auf Strategie und Entscheidungen. Es gibt einige außergewöhnliche Investoren, die eine Überrendite erreichen. Diese sind jedoch rar gesät und deshalb ist es besser, ehrlich mit sich selbst zu sein. Wer die eigenen Grenzen und Schwächen kennt, trifft bessere finanzielle Entscheidungen.
Heutzutage haben wir durch die Welt der ETFs einfachen Zugang zur weltweiten Marktwirtschaft. Es ist also nicht notwendig, sich Gedanken über Markettiming oder FOMO zu machen. Wer regelmäßig Indexfonds bespart, diversifiziert seine Geldanlage und investiert in seine Zukunft. Und wer Spaß und Zeit hat, sich mit Einzelaktien zu beschäftigen, kann diese als Beimischung in sein Portfolio integrieren.



